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Ethik und kluges Unternehmertum funktionieren im Einklang


 

LIQUI MOLY-Geschäftsführer Ernst Prost betrachtet die weltweite Krise als Chance, Denk- und Verhaltensmuster in Wirtschaft und Gesellschaft neu auszuloten

 

Ulm – Während die Welt mit der Wirtschaftskrise ringt, bietet ein mittelständischer Schmierstoff-Hersteller in Deutschland dieser schweren Zeit die Stirn und wendet sich in einer landesweiten Anzeigenkampagne an die Öffentlichkeit. Das Unternehmen, das sich auch als das ‚gallische Dorf der Schmierstoff-Branche’ bezeichnet, ist LIQUI MOLY aus Ulm an der Donau. Es hat eine simple, aber eindringliche Botschaft: wieder mehr echte Soziale Marktwirtschaft. Ernst Prost, Eigentümer und Geschäftsführer des Schmierstoff-Spezialisten demonstriert, dass Gewinnstreben und Ethik miteinander vereinbar sind – in jedem Unternehmen.

 

‚Ulm statt Liechtenstein’ – ‚Deutschland statt China’ – ‚Arbeitsplätze statt Aktienkurs’ – ‚Mittelstand statt Multi’. LIQUI MOLY spricht öffentlich aus wie die wirtschaftliche Welt funktionieren könnte, wenn nicht die Rendite im Vordergrund stünde, sondern das Wohl der Gesellschaft seinen gebührenden Stellenwert zurückerhalte – so, wie es Ludwig Erhard, der Begründer der Sozialen Marktwirtschaft vorgesehen hatte.

Ehrenwerte Gedanken in Zeiten der Wirtschaftskrise‚ die längst auch LIQUI MOLY eingeholt hat. Statt sattem zweistelligem, prozentualem Wachstum pro Monat, zeichnen die Zahlen seit Oktober ein nüchternes, zum Jahresanfang sogar düsteres Bild. „Das habe ich zuvor noch nie gehabt, weder in dieser Firma noch in anderen“, erzählt der Geschäftsführer. Ganze Märkte brächen einfach weg und neue fingen dies nur bedingt auf.

 

„Die Liste der Übeltäter ist lang“, sagt der 52-Jährige und hat eine Reihe von Schuldigen für die globale Fehlentwicklung im Visier: Die Finanzwirtschaft mit ihren immer undurchschaubareren Produkten und Konstrukten stellt er ebenso an den Pranger wie die geldgierigen Manager und Aktionäre samt der untätigen Aufsichtsräte, die alles mehr oder minder tatenlos haben geschehen lassen. „Auch die Politik hat ihren Anteil, weil sie nichts unternimmt oder zu spät und dann panisch den Großkonzernen den Diener macht, die auch noch die Frechheit besitzen, nach all der Misswirtschaft den Staat um Geld anzubetteln und gleichzeitig ihre Boni einfordern“, macht der Firmenlenker seinem Ärger Luft. Aber um den Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, scherten sich die Volksvertreter nicht.

 

Stellenabbau bewältigt keine Krise

Ein Patentrezept zum Krisenmanagement hat auch Prost nicht zur Hand, aber von den üblichen Mitteln der Manager-Kaste hält er nichts: Massenentlassungen und Verlagerung der Produktion ins Ausland. Es geht auch anders: In Deutschland produzieren und die Arbeitsplätze im Blick, nicht die Rendite. Zwei von mehreren Argumenten, die LIQUI MOLY in einer deutschlandweiten Anzeigenkampagne in Printmedien thematisiert. „Wir wollen wachrütteln und für Wirtschaft, Politik und Bevölkerung als Werte-Leuchtturm fungieren – nicht nur in der Krise“, erklärt Prost und führt als Beispiel die Rohölpreiskrise im vergangenen Jahr an: Als die Preise für den Rohstoff Mitte 2008 schwindelerregende Höhen erklommen hatte, sei der Schmierstoff-Spezialist mit dem Rücken zur Wand gestanden. In der Not habe sich der Mittelständler nicht an die Politik gewandt, sondern „den Karren selber aus dem Dreck gezogen“, betont der Firmeninhaber. Kreativität, Mut und Disziplin seien gefragt gewesen, um die Hürden zu überwinden – außerdem der brutale Wille zu sparen und dabei an den Zielen und dem Zweck des Unternehmens festzuhalten. Das sei Kärrner- und Krämerarbeit, aber „Menschen entlassen passt nicht in mein Bild von Krisenbewältigung. Wir sind ein Unternehmen mit Seele und Anstand. Bei uns zählt der Mensch. Es mag sehr altruistisch klingen, dabei bin ich auch Egoist. Wenn ich den Leuten Gutes tue, mache ich das nicht als reiner Samariter, sondern ich weiß, diese Menschen stehen zu mir, wenn es darauf ankommt. Genau das ist jetzt der Fall“, ist sich der Geschäftsführer den Wert eines gesunden Arbeitsklimas bewusst. Diesen Kurs will er gerade jetzt beibehalten und auch möglichst viele andere Unternehmer dazu ermutigen.

 

Mut zum Gestalten und Handeln

Überhaupt setzt der Lenker von LIQUI MOLY auf Nachhaltigkeit. Seit mehr als 50 Jahren existiert diese Marke. Das zum Firmenverbund gehörende Mineralölwerk MÉGUIN in Saarlouis besteht sogar schon seit 1847. Als Chef einer GmbH sieht sich Prost in der angenehmen Lage, weder auf den Aktienkurs schauen zu müssen, noch Aufsichtsräten und Wertpapierbesitzern Rechenschaft schuldig zu sein. „Es ist doch pervers, dass der Vorstand eines Dax-Unternehmens tausende Menschen entlässt, die Ausschüttung erhöht und der Aktienkurs nach oben schnellt. Was hat das noch mit sozialer Marktwirtschaft zu tun?“ Hier sieht er eine ganz große Gefahr für die Demokratie, die in ihren Grundfesten erschüttert wird. Welche Werte hätten denn noch Geltung in einer Welt, wo Rendite und Geld das Wichtigste sind? Allerdings deute nichts auf ein grundlegendes Umdenken hin. „Es wird viel diskutiert und der Zeigefinger erhoben. Gerede. Wo bleibt das Handeln, wo das wirkliche Tabula rasa?“, fragt sich der gebürtige Altöttinger und vergleicht die Situation mit dem Zusammenbruch Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg: „Alles war zerstört. Nur anpacken hat die Menschen nach vorne gebracht. Diese Generation hat unglaublich viel geleistet. Auch die Politiker waren sich Ihrer Verantwortung bewusst und haben gestaltet, nicht verwaltet.“ Vielleicht mag das Bild zu düster sein, aber heute wie damals habe sich die Gesellschaft an einem Scheidepunkt befunden. „Damals gab es einen Neuanfang. Den sehe ich momentan nicht, eher ein Umherlavieren gepaart mit der Angst vor Entscheidungen und den Blick auf das Superwahljahr.“

 

Einstehen für seine Überzeugungen

Diese „Entscheidungsverweigerungshaltung“ sei eine Ursache für die herrschende Politikverdrossenheit. Gleichzeitig seinen die Menschen in Deutschland inzwischen sehr unpolitisch und extrem leidensfähig geworden. „Wackersdorf, Franz Josef Strauß – wir sind damals auf die Straße gegangen“, erinnert sich Prost. Vielleicht seien viele zu bequem. „Ich finde, man muss für seine Überzeugungen einstehen“, sagt er bestimmt und ergänzt: „Ein für mich zentrales Leitmotiv in meinem Leben. Deshalb auch der Schritt an die Öffentlichkeit.“ Bewegt von diesem Grundgedanken, hält der 52-Jährige an seinen Beschäftigten fest und sieht sich selbst in der Verantwortung: „Ein guter Kapitän gibt Acht, dass er seine Mannschaft aus der stürmischen See sicher in den nächsten Hafen führt.“ Verantwortungsbewusstsein – diesen Wesenszug spricht der Chef von LIQUI MOLY vielen so genannten Managern ab. Es werde mit Geld jongliert, das in manchen Fällen nicht einmal vorhanden ist. Mit menschlichen Schicksalen gespielt als seien es Murmeln bei einem Pausenspiel auf dem Schulhof. „Der Unternehmer ist nicht nur sich und seinem Unternehmen, sondern auch dem Gemeinwohl verpflichtet – lokal, regional und national – und nicht ausschließlich dem schnöden Mammon“, versteht Ernst Prost die Rolle des Unternehmers.

 

Ulm statt Liechtenstein

Allein schon deshalb betrachtet er es als selbstverständlich, Steuern in Deutschland zu bezahlen und das Geld am Standort Ulm zu belassen und nicht in Steueroasen zu transferieren. Erhalten dürfe den Sozialstaat der ‚kleine Mann’. Und der habe keine Arbeit, weil in Rumänien dank EU-Subventionen ein neues Werk errichtet wird. So könne doch kein Sozialstaat funktionieren. „Ich schaffe lieber Arbeitsplätze und stelle den Gewinn nicht in den Vordergrund“, betont der LIQUI MOLY-Chef, der den Eindruck gewonnen hat, die vielen hoch bezahlten Manager seien sich nicht mehr des Wertes ‚Made in Germany’ bewusst. Dieses Gütesiegel sei in Vergessenheit geraten und geradezu ramponiert. „Deutschland statt China!“, macht Prost deutlich, worauf er setzt: „Auf die absolute Wertarbeit der 450 Mitunternehmer in Ulm und Saarlouis“, wie er seine Mitarbeiter nennt, weil alle gleichermaßen zum Wohle des Unternehmensverbunds beitrügen.

 

Mittelstand statt Multi

Über die Zukunft vieler Unternehmen entscheidet aber nicht allein die Qualität der Produkte, sondern, auf welche Karte der Kunde setzt. Oft stehen kleine mittelständische Betriebe in Konkurrenz zu multinationalen Großkonzernen. Besonders deutlich wird es auf dem Mineralölsektor. Beispiel LIQUI MOLY, das es mit Exxon/Mobil, BP/Castrol, Shell und anderen Riesen aufnimmt. Ein ungleicher, aber nicht aussichtsloser Kampf. „Der Verbraucher hat es zum Teil in der Hand, wem er eine Zukunft wünscht“, ist der Chef des Schmierstoff-Spezialisten überzeugt. Beim Tanken komme niemand an den Großen vorbei, aber beim Motorenöl habe jeder die Wahl. „Das gilt auch für andere Branchen. Wenn die Menschen bewusster darauf achten, wo und wie produziert wird, also wessen Arbeitsplätze sie mit ihrem Kauf unterstützen, könnten sie ihre Marktmacht in die Waagschale werfen für die deutsche Wirtschaft, für den Staat und schlussendlich für sich selbst, weil so wieder mehr Arbeitsplätze entstünden“, ist Prost überzeugt. Mit Protektionismus habe das nichts zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Deshalb die Anzeigenkampagne. „Denn die Wahrheit braucht immer einen, der sie ausspricht.“

 




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LIQUI MOLY GmbH
Tobias Gerstlauer
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Downloads

Ethik und kluges Unternehmertum funktionieren im Einklang - Pressemitteilung - (EP_Ethik_Wirtschaft.doc | 156 KB)
Warum LIQUI MOLY? - Motiv der Anzeigenkampagne zum Download - (Warum_LM_April2009.pdf | 430,9 KB)
LIQUI MOLY-Geschäftsführer und Inhaber Ernst Prost - Pressefoto zum Download - (LQM 036_1.jpg | 2,6 MB)
LIQUI MOLY GmbH - Unternehmensportrait - (Firmenportrait_LM.doc | 149,5 KB)
Vita Ernst Prost - Der LIQUI MOLY-Geschäftführer im Portrait - (Vita Ernst Prost.doc | 147 KB)


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